Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 läuft an mit umfassendem Evaluierungsbericht bis Ende 2026
Tina Roth · May 19, 2026

Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 läuft an mit umfassendem Evaluierungsbericht bis Ende 2026
Die Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 ist derzeit im Gange und erfordert einen umfassenden Evaluierungsbericht bis zum 31. Dezember 2026, der die Wirksamkeit in Bezug auf Kanalisierung und Spielerschutz bewertet, während die 16 Bundesländer gemeinsam mit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mögliche gezielte Anpassungen prüfen.Hintergründe zur Einführung und aktuellen Evaluierung
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 trat in Deutschland in Kraft und schuf einheitliche Rahmenbedingungen für das legale Glücksspielangebot, doch seitdem beobachten Experten Verschiebungen der Spielaktivitäten hin zu unregulierten Märkten. Die Evaluierung soll nun klären, inwieweit die Ziele der Kanalisierung in lizenzierte Angebote sowie des Spielerschutzes erreicht wurden, wobei Daten aus den vergangenen Jahren als Grundlage dienen. Im Mai 2026 laufen intensive Abstimmungen zwischen den Ländern, um erste Ergebnisse zusammenzutragen und den Bericht vorzubereiten, der alle relevanten Aspekte bis Ende des Jahres zusammenfassen muss.
Die festgelegten Regelungen und ihre konkreten Auswirkungen
Zu den strengen Vorgaben gehören ein Höchsteinsatz von einem Euro bei Automatenspielen, eine monatliche Einzahlungsgrenze von 1.000 Euro sowie eine 5,3-prozentige Einsatzsteuer, die laut Beobachtungen dazu beigetragen haben, dass einige Spieler auf nicht lizenzierte Plattformen ausweichen. Diese Maßnahmen sollten ursprünglich Risiken minimieren und den Markt besser kontrollieren, doch Berichte zeigen Verlagerungen in den Schwarzmarkt, was die laufenden Prüfungen durch die Bundesländer und die GGL motiviert. Die GGL als zentrale Aufsichtsbehörde sammelt seit ihrer vollen Betriebsaufnahme im Jahr 2023 kontinuierlich Daten zu Lizenzvergaben und Marktentwicklungen, um eine fundierte Bewertung zu ermöglichen.
Laufende Bewertungen durch die 16 Bundesländer und die GGL
Die 16 Bundesländer arbeiten eng mit der GGL zusammen, um die Effektivität des Vertrags zu analysieren, wobei gezielte Anpassungen in Betracht gezogen werden, falls die Kanalisierung unzureichend oder der Spielerschutz nicht optimal umgesetzt erscheint. Experten analysieren Statistiken zu legalen Umsätzen im Vergleich zu illegalen Angeboten und prüfen, wie die Einzahlungsgrenzen und Steuern das Verhalten der Nutzer beeinflusst haben. Die Evaluierung umfasst auch Gespräche mit Anbietern und Verbraucherschützern, um ein vollständiges Bild zu erhalten, bevor der Bericht im Dezember 2026 vorgelegt wird.

Verbindungen zwischen Regelungen und Schwarzmarktverschiebungen
Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Kombination aus strikten Einsatzlimits, Einzahlungsobergrenzen und der Einsatzsteuer Spieler dazu bewegt hat, auf unregulierte Angebote auszuweichen, was die Notwendigkeit der aktuellen Überprüfung unterstreicht. Die GGL und die Länder untersuchen diese Entwicklungen detailliert, um festzustellen, ob Anpassungen wie moderate Änderungen an den Limits oder der Steuerstruktur sinnvoll wären, ohne den Spielerschutz zu gefährden. Solche Analysen stützen sich auf verfügbare Marktdaten und regulatorische Berichte, die bis 2026 ausgewertet werden müssen, um fundierte Empfehlungen zu ermöglichen.
Ausblick auf den Evaluierungsbericht und mögliche Folgen
Der umfassende Bericht bis zum 31. Dezember 2026 wird die Grundlage für weitere Entscheidungen bilden und bewertet insbesondere, wie erfolgreich die Kanalisierung in legale Angebote funktioniert hat sowie welche Schutzmechanismen tatsächlich greifen. Die 16 Länder und die GGL führen derzeit Abstimmungen durch, die im Mai 2026 in eine entscheidende Phase eintreten, um alle gesammelten Erkenntnisse zu bündeln. Sollten Anpassungen erforderlich sein, könnten diese gezielt auf die identifizierten Probleme wie Schwarzmarktverschiebungen eingehen, während die grundlegenden Ziele des Vertrags erhalten bleiben.
Conclusion
Die laufende Überprüfung des GlüStV 2021 zeigt, wie die Bundesländer und die GGL auf Marktentwicklungen reagieren, indem sie bis Ende 2026 einen detaillierten Bericht erstellen, der Effektivität bei Kanalisierung und Spielerschutz misst. Mit den strengen Regeln zu Einsätzen, Einzahlungen und Steuern als zentralen Elementen bleibt der Fokus auf einer ausgewogenen Regulierung, die mögliche Anpassungen einschließt, um unerwünschte Verlagerungen zu minimieren. Die Entwicklungen bis 2026 werden entscheidend dafür sein, wie das deutsche Glücksspielsystem weiter ausgestaltet wird.